Sonntag, 28. Oktober 2007

Boston - capital of New England

Gestern war also der große Tag gewesen, and dem sich zwei deutsche Volunteers auf ins große Boston begaben.
Man könnte jetzt noch sagen, wir besuchten eine Millionenstadt.
Dem war aber nicht so, da Boston nur geringfügig größer ist als Leipzig, gemessen an der Einwohnerzahl natürlich, flächenmäßig sieht das schon wieder ganz anders aus.

Vom Wetter her hätten wir eigentlich nicht mehr Glück haben können, da es genau am gestrigen Tag aufhörte zu regnen und und wir einen 28.Oktober bei 15 - 20 Grad und strahlendem Sonnenschein genießen durften.



...auf dem Weg nach Boston auf der Interstate 3 south...


...schon zu erkennen die Skyline von Downtown Boston auf der Interstate 93



...der erste Blick, als wir aus der U-Bahn Station "Downtown Crossing" herauskamen - das ganze öffentliche Nahverkehrssystem wird hier auch liebevoll just "T" genannt ... für Transport.

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Boston ist dei älteste Stadt der USA.
Als die britischen Kolonialmächte hier im späten 16./ frühen 17.Jahrhundert ankamen, wurde das spätere Boston zum Ausgangspunkt der folgenden Kolonialisierung des Ostens der USA, was ja auch heute noch New England heißt.
Aufgrund der Geschichte, die man hier wirklich noch sehen und erleben kann, lockt Boston jedes Jahr fast 12 Millionen Touris an, darunter zumeist Amerikaner, die ja, wie wir alle wissen, nicht so viel mit Geschichte am Hut haben.
Ist immer wieder lustig gewesen, als wir an solchen Stadtführungen vorbeigelaufen sind und man so Bemerkungen wie "... look at this house, can you believe, how old it is ?" mitbekommen hat - unser einstimmiger Kommentar darauf war "...Alter, dann komm mal nach Europa !"

Um Boston am schnellsten und besten zu erkunden, haben die sich hier was ganz tolles einfallen lassen, und haben einfach an allem, was historisch in irgend einer Weise von Bedeutung ist eine rote Linie, entweder Farbe oder Backsteine, entlang gezogen, wo man auch garantiert nicht verloren geht - der sogenannte "FREEDOM TRAIL".



Das Massachusetts State House - der Sitz der Landesregierung.



Das Grab von Samuel Adams - einer der Unterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung - demzufolge ein ganz wichtiges Tier.



Das alte Rathaus der Stadt mit Eingang.



Ein gutes Bild um den Mix dieser Stadt hinsichtlich der Architektur zu begreifen - um die alten Gebäude hat man riesiger Wolkenkratzer gebaut, was der Stadt ein echt cooles Flair verleiht.
Die wahnsinnig engen Straßen und diese Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart macht Boston schon zu was besonderem, gerade weil die Stadt dadurch ihren amerikanischen Charakter einer auf dem Reissbrett entworfenen Stadt verliert und somit weit aus attraktiver ist.



Einer der vielen Wolkenkratzer in der Stadt - mächtig gewaltig.



Ich glaube, das wohl berümteste Gebäude in Boston überhaupt ist dieses - das Old State House, gebaut 1774.

Schluchten der Stadt...


Nico und Ich vor dem Old State House.

Ein Schnappschuss wert - ein amerikanischer Leiterwagen der Feuerwehr of Boston.



Innenaufnahme von "Quincy-Market", einer wahren Fressssssmeile.
Auf gut 200 Metern eine Imbissbude und Schnellrestaurant an der Nächsten.
Von indischem über chinesichen und allen Essrichtungen die man sich überhaupt nur vorstellen kann, gab es hier noch mehr - leider hatten wir uns vorher schon im McDonalds die Bauch voll geschlagen, sodass wir eigentlich auch zum Glück keinen Hunger mehr empfanden, da es doch schon ziemlich teuer war.


Das ist nun der bereits angesprochene "FREEDOM TRAIL", der sich sprichwörtlich wie ein Faden durch die Stadt zieht.


Ein Holocaus-Memorial mitten in Downtown Boston.


Die älteste Taverne der USA sitzt in diesem Gebäude.


...mal was fürs Auge ...


Die Hauptverkehrsverbindung der Stadt - die Interstate 93, die über die Bunker Hill Bridge, direkt nach Downtown Boston führt, das heißt, eine jeweils fünfspurige Autobahn verläuft hier direkt durch die Stadt - ... früher jedenfalls, nachdem glaube ich das größte Verkehrsprojekt der USA abgeschlossen wurde.

Vor ein paar Jahren hätte ich hier glaube ich noch nicht sitzen und mich ausruhen können - und wenn doch, hätte ich mir diesen Platz mit tausenden von Autos teilen müssen.

Man beschloss dann, aufgrund des massiven Verkehraufkommens, eine ganze amerikanische Interstate einfach in den Untergrund zu verlegen, was wirklich gelungen ist.
Um die Erinnerung an diesen Verkehrsmoloch im wahrsten Sinne des Wortes aufrecht zu erhalten, hat man entlang der ehemaligen Straße einen dementsprechend langen Grünstreifen angelegt, an dessen Seiten Wasserspiele, Springbrunnen, kleine Parks und viele Sitzmöglichkeiten entstanden sind, was unserer Meinung nach einfach nur geil gemacht wurde, weil die Stadt dadurch ein völlig neues Bild bekommen hat.



Die Straßen, die ihr hier seht, sind nur gewöhnliche Stadtstraßen, auf denen teilweise so wenig Verkehr herrscht, sodass es an einigen Stellen einfach nur herrlich ruhig herrscht.



Ich glaube, das Bild sagt alles: "Vor dem Umbau und danach " - ein Unterschied wie Tag und Nacht.


Mir wurde es dann zu warm und hab dann mal nen kleinen Strip hingelegt.


Das Markante an Boston sind auch die roten Backsteinhäuser, die unteranderem die Viertel, wie "Little Italy" und "Chinatown" prägen.


Der "FREEDOM TRAIL" hat uns dann auch direkt durch "Little Italy" geführt, was schon echt lustig war, die ganzen alten Italiener auf ihren Schauckelstühlen zu sehen und wie sie sich, das Italientrikot tragend, über die neusten Fussballereignisse austauschten.


Hafen im Hintergrund.


Als wir denn "FREEDOM TRAIL" weiter folgten, kam dann aus einem parking lot auf ein Mal sehr merkwürdige Geräusche. Da hatten die doch tatsächlich so nen Halloweengarten aufgestellt mit den tollsten Figuren und der passenden Musik dazu.


Halloween -Party für Kinder mitten auf der Straße.


Ein Denkmal für die gefallenen Soldaten im Irak und in Afghanistan - war schon beeindruckend, da für jeden Soldaten die Hundemarke, also ein metallenes, wie eine Art Rasierblatt nur ohne Klinge mit Name und den wichtigsten Daten des Soldaten, dort aufgehängt wurden.
Bei jedem Windzug stießen die aneinander und man konnte es klingen hören, wie ein Windspiel, das am Fenster hängt.


Die typischen Hintergassen mit den unverkennbaren Feuerleitern an der Hauswand.


Der Trail führte uns dann auch zu einem ehemaligen Marinehafen, von dem man einen atemberaubenden Ausblick auf die Skyline hat.


Dort lag auch nun die U.S.S. Constitution, das berühmte Schiff der Boston Tea Party, von der wie ich glaube, wir alle schon mal was im Englischunterricht gehört haben.
Für alle die nicht aufgepasst haben: Die Engländer wollten die Steuern erheben insbesondere auf den Tee, der damals von wichtiger Bedeutung für den Handel war.
Die Bevölkerung von Boston ließ sich das nicht gefallen und warf daraufhin sämtliche Teelieferungen, die im Boston-Harbour ankamen, ins Wasser, was ein großer Steuerverlust für die englische Kolonialmacht bedeutete.
Das war der erste Aufstand, der dann den Anstoß viele Jahre später zur Revolution brachte.





Skyscraper am Hafen von Boston.


Riesiges Luxushotel mit eigenem Yachtanlegesteg.


Financial District von Boston - dort wo all die amerikanischen Großbanken ihren Sitz haben.


Nico und Ich erschöpft und wartend auf die "T" (U-Bahn), die uns dann nach...


... Cambridge brachte, der Heimatstadt der weltberühmten "University of Harvard"


Harvardsquare...


Das Hauptgebäude des Campuses...


John Harvard, der Gründer der Universität.

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Das war unser Tag in Boston, eigentlich hatten wir uns noch gedacht bis zum Spiel der Boston Red Sox zu bleiben, aber wir waren dann doch zu geschafft und sind dann müde aber glücklich gegen 7 pm nach Hause gefahren.

Am gleichen Abend sind die Sox dann noch Baseball-Weltmeister geworden...was für ein Tag.

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